Runterfallen

Hast du schon einmal in Zeitlupe beobachtet, wie es ist wenn dir etwas runterfällt? Ich meine jetzt allerdings nicht irgendwelche Slowmotion Videos auf Youtube, die Millisekundenweise Bilder eines Zerberstungsvorgangs darstellen. Ich meine real.

Wenn einem Dinge runterfallen ist es meistens kein großes Drama. Ein Geldstück vor dem Parkautomaten, der Kaugummi den du dir gerade in den Mund schieben wolltest, die Sojamilch, die du dir wegen den anderen vier Einkaufstüten die du schon trägst unter die Achsel geklemmt hast. Bei der Sojamilch allerdings merke ich wie´s schon etwas unangenehmer wird, vor allem dann wenn sie platzt. Es gibt eine Sauerei die man wegmachen muss, es raubt Zeit und eine neue Milch muss jetzt auch noch her.
Richtig schlimm wird das Runterfallen aber erst mit steigendem Wert der fallenden Gegenstände. Omas Lieblingsgeschirr das es nicht mehr zu kaufen gibt, die wunderschöne und kaum bezahlbare neue Partylite Vase die du dir endlich gegönnt hast oder das Display deines neuen iPhones, das mit dem Betonboden Bekanntschaft gemacht hat.

Vielleicht ist es dir auch schon passiert, daß du Dir noch einen Moment zuvor gedacht hast: Das sollte ich jetzt lieber anders machen. Vielleicht sollte ich lieber zweimal gehen anstatt mir die Milchtüte noch unter die Achsel zu klemmen. Vielleicht sollte ich die Vase doch woanders hinstellen wenn wir die Kinder zu besuch haben. Vielleicht sollte ich mein iPhone doch nicht ganz so nah an die Tischkante legen wenn keine Hülle drum herum ist (Ich bin froh, daß mir diese Tragödie selbst bisher erspart blieb..). Vielleicht…..
Manchmal wissen wir schon was passieren wird – zumindest ahnen wir es -, aber wir schlagen die warnende Stimme in den Wind. „Ach was, es wird schon gutgehen.“

Als Gott damals mit dem Gedanken spielte den Menschen zu erschaffen, und er wußte was aus uns werden würde, hat er da auch mit einem großen „vielleicht“ zu kämpfen gehabt? „Wenn ich die Menschen mache und sie fallen dann….“ Ja, gefallen sind wir, und zwar ziemlich tief. Eigentlich sollten wir Gott wiederspiegeln, seinen Charakter haben. Aber leider ist da etwas zerbrochen. Wir sind gefallen und haben Gottes Charakter verloren. Ob wir das Endergebnis dessen schon voll erfassen und auf unserer Erde sehen können weiß ich nicht, aber die Zeit schreitet voran und mit ihr taucht jeden Tag ein neues Elend auf, das uns daran erinnert, dass wir in der Hölle leben die wir uns selbst erschaffen haben.
Gott hat es trotzdem getan. Er hat uns gemacht. Der Wert, den wir in seinen Augen haben muss alles andere was sich dagegen stellt übersteigen. Unser Fall und der Bruch der dadurch entstanden ist kann von uns wahrscheinlich nur Bruchstückhaft nachvollzogen werden, wenn überhaupt.
Was auch immer dir schon einmal runtergefallen ist – wo wir wieder bei der Anfangs gestellten Frage wären – du hast bestimmt viele Gedanken gehabt während dessen und unmittelbar danach. Entsetzen, Angst, Ärger, Wut. Auf jeden Fall wirst du darüber nachgedacht haben wie du den Gegenstand wieder reparieren oder ersetzen kannst. Und was das wieder kosten wird.
Ein zerbrochener Gegenstand kann ersetzt werden oder auch nicht, das kommt darauf an.

Einen Menschen aber kann man nicht ersetzen. Das geht vielleicht bei einer beruflichen Tätigkeit, die auch ein anderer ausführen kann. Aber einen Menschen ersetzen geht nicht, er wird immer fehlen. Wenn sogar wir das in uns so fühlen, dann dürfen wir sicher sein dass Gott auch so fühlt.
Gott möchte uns nicht ersetzen. Er möchte uns „reparieren“, er möchte uns heilen. Egal was es ihn kostet. Da wird nichts geklebt oder gespachtelt. Da wird alles neu gemacht. Und er hat sogar jemanden der das alles erledigt.

«Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu predigen und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen; zu predigen das angenehme Jahr des Herrn.» Und er rollte das Buch zusammen und gab es dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!“ Jesus in Lukas Kap. 4:16-21

„Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Throne saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind gewiß und wahrhaft!“ Gott in Offenbarung 21:3-5

Das nächste mal wenn dir etwas runterfällt, dann denk einfach daran: Du fällst, aber Gott hilft dir wieder auf die Beine. Du hast ein gebrochenes Herz, aber Gott kann es wieder heilen.

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Quizshow(ck)

Schon vor einiger Zeit ist mir eine Meldung aufgefallen, die über ein Experiment berichtet, das in ähnlicher Form in den 60er Jahren von einem Sozialpsychologen namens Stanley Milgram schon einmal durchgeführt wurde. Er machte dabei Testpersonen glaubhaft, dass sie im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung Stromstöße an andere Probanden austeilen sollten. Da die Untersuchung an der Universität Yale in den USA durchgeführt wurde schien diese auch wirklich seriös zu sein. Erschreckender Weise war die Bereitschaft der meisten Teilnehmer, auch starke Stromstöße abzugeben, sehr groß.

Der französischer Filmemacher Christophe Nick hat sich mit der Frage beschäftigt, inwieweit das Fernsehen in der Lage ist Menschen wie dich und mich zu manipulieren und hat kurzerhand das damalige Experiment in die heutige Showlandschaft versetzt.
In Szene gesetzt wurde das Experiment als Quizshow, bei der sogar eine bekannte Moderatorin für die notwendige „Echtheit“ sorgte. Die Kandidaten hatten die Aufgabe einem in einer Kabine eingesperrten Mitstreiter Fragen zu stellen und ihn bei nicht korrekter Beantwortung zu strafen – mit Stromstößen. Anfangs zeigten die umzulegenden Hebel noch ganz harmlose Werte an, der finale Todesstoß wurde dann aber mit sage und schreibe 460 Volt gesetzt. Der Kandidat stöhnte, schwitzte, winselte fast um Gnade, bis er dann gar nichts mehr sagte.

Gott sei Dank war der in der Kabine eingesperrte Kandidat ein Schauspieler und imitierte nur die physischen Auswirkungen der Stromstöße auf seinen Körper.

Wieder einmal sieht man bestätigt was man ansonsten immer nur vermuten kann und am Liebsten einfach verdrängt – der Mitläufer Mensch. Als hätten wir nicht schon genügend Beispiele in der Geschichte gehabt – allen voran das Nazi-Regime in unserem eigenen Land – wiederholen hier jede Menge Menschen aufs neue das was keiner mehr für möglich hält. Zumindest nicht bei uns, im zivilisierten Westen.
Aber anscheinend müssen wir uns eines Besseren belehren lassen. Eigentlich kennt ja auch jeder selbst genügend solcher Situationen. Da wird ein angepöbelt – alle schauen weg. Jemand benötigt erste Hilfe – alle gaffen nur.

Der Leiter des Forscherteams um die Quizshow „La Zone Extreme“, Jean-Léon Beauvois, spricht in seinem zugehörigen Dokumentarfilm von einer „Masse der Fernseh-Individuen“ die alle das selbe sehen und dadurch auch gleich geprägt werden. Es fällt in diesem Zusammenhang sogar das Wort „Totalitarismus“.

Wie wichtig ist es sich genau auszusuchen von wem man sich prägen lässt und von wem nicht. Es könnte sein, dass man sich sonst in einer psychischen Konstitution wieder findet, in die man nie hätte gelangen wollen…

Ab fünfhundert Gramm ist man ein Mensch.

Das Telefon klingelt. Die Stimme am anderen Ende unterrichtet den Pfleger, dass eine Frau gerade im Kreissaal gebiert und anschliessend noch eine Ausschabung bekommen soll. Etwas später stellt sich heraus, dass das Kind bereits tot ist und unter Narkose geholt werden muss. Schmerzensschreie durchdringen den Flur der zum Operationssaal führt. Es ist unmöglich zu erahnen ob es Schmerzen der Seele oder der Geburt sind.
Noch in der Schleuse zum OP-Trakt kommt das tote Kind zur Welt.
Die Mutter ist plötzlich ganz still, sie liegt regungslos da, blickt nach oben. Über sie gebeugt, mit vor seelischen Schmerzen verzerrtem Gesicht, steht der Vater des Kindes, er ist ebenso jung wie seine Frau. Tränen laufen ihm über die Wangen, quellen aus seinen hochroten Augen hervor die niemand wagt zu fixieren. Zu tief scheint der Schmerz der fast hinein graviert scheint.
Mitten im Blut liegt das kleine Ding, zu klein um selbständig leben zu können, aber alt genug um zu sterben. Die Lungen waren einfach noch nicht ausgereift genug um sich entfalten zu können und die Versorgung des Körpers selbständig, ohne die Mutter, übernehmen zu können.
Es war kurz vor der 22. Schwangerschaftswoche. Zu klein um nach deutschem Gesetz überhaupt das Recht auf einen Namen und eine Beerdigung zu haben. Zu klein. Einfach zu klein. Dieses Recht gibt es in Deutschland erst ab 500g, alles was jetzt bleibt ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein kleiner Plastiktopf mit Formalin, die Reise in die Pathologie und eine anschliessende Entsorgung mit anderen abgestorbenen menschlichen Präparaten.
Dieses Szenario findet überall statt, immer wieder. Ich frage mich: Ab wann ist der Mensch ein Mensch? Ein abtreibungsfähiges Kind ist noch kleiner, aber es ist nicht weniger perfekt. Nicht weniger ein Lebewesen.
Die Betroffenen sind alle unterschiedlich, und doch haben sie alle eins gemeinsam. Eine Wunde in der Seele durch ein verlorenes Kind. §1 Grundgesetz: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wirklich?

Sie lässt mich einfach nicht los….

…die Sache mit dem Bauchgehirn. Je mehr ich drüber nachdenke desto logischer wird es eigentlich auch. Es ist ja wirklich so, dass die Gefühlswelt eng mit dem „Bauch“ in Verbindung zu stehen scheint. Jeder von uns hat das schon selbst am eigenen Körper miterlebt. Schmetterlinge im Bauch, Bauchweh wenn man etwas ausgefressen oder verbockt hat, vor der Prüfung noch einmal auf Toilette zu müssen, und so weiter und so fort.
Beim durchforsten des Internets trifft man haufenweise auf Seiten, die das Thema auf verschiedenste Art und Weise aufgreifen. Sowohl wissenschaftliche, esoterische aber auch reine Nachrichtenseiten greifen das Thema auf und behandeln es als äußerst vielversprechend.
Wer mal in seine Suchmaschine „Bauchgehirn“ eintippt wird ein Vielzahl an Webseiten finden die Informationen über das Thema beinhalten.

Eigentlich ist es ja auch gar nicht der „körperliche“ Aspekt den ich so interessant finde. Vielmehr ist es die Auswirkung auf das Denken und Fühlen und unser hieraus resultierendes Handeln. In unserer „verkopften“ Welt würde es uns bestimmt nicht schaden wenn wir versuchen würden wieder mehr auf unseren „Bauch“, unser Herz zu hören. Wobei es mit Sicherheit auch nicht richtig ist unser Gehirn dabei auszuschalten. Ganz im Gegenteil, beides gehört zusammen. So wie die Nerven im Bauch und die Nerven im Kopf zu einem Körper gehören und zusammenarbeiten, so gehören auch Herz und Verstand zusammen und gehen Hand in Hand.

Ein neues Herz

„Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“ Hesekiel 36:26

Es ist schon komisch. Wir sind doch vernunftbegabte Wesen – möchte man meinen. Intelligent. Hohe, faltige Stirn. Unser Gehirn wird von manchem sogar als „Krone der Schöpfung“ bezeichnet.
Leider scheinen die Perlen und Edelsteine unseres kostbaren Kopfschmucks seit geraumer Zeit immer mehr der Wirtschaftskrise zum Opfer zu fallen, ja bei einigen Zeitgenossen zwingt sich einem sogar der Leise Verdacht auf, daß der edle Stirnschmuck bereits in jungen Jahren erheblich zu rosten begonnen hat.
Dabei ist es weniger die all nachmittägliche Talklandschaft mit ihrer unverhohlnen Hohlheit die sich mir vor Augen abbildet. Die letzten Tage waren doch eher bestimmt von einem Meer das sich zurückzieht und nach und nach die Missbrauchsfälle der letzen 50 Jahre im nassen Sand liegen lässt. Dabei ist es hier eh nur eine Frage der Zeit wann die nächste Welle kommt und alle Spuren wieder verwischt, so wie es manche ohnehin gerne hätten. Aber irgendwie ist man das ja von der Kirche eh schon gewöhnt. Das ist ja nichts neues, da gibt es viele die einem die ein oder andere Geschichte aus dem Mädchen- oder Jungeninternat erzählen können.

Mehr aufsehen erregt da schon die Welle der Jugendbrutalität, die mittlerweile schon eher in tsunami-artigen Ausmassen ihre Tollwut über den Boden schäumt. Kaum hat man sich erholt von der letzten Hinrichtung von Lehrern an Deutschlands Schulen, ist es die nächste Rentnerin, die in ihrer eigenen Wohnung Opfer von sadistischem Gewalterbrechen zweier Minderjähriger Kinder wird. Man wartet fast nur noch auf die erste Meldung eines Amoklaufs im Kindergarten, ausgeführt von einem vierjährigen der die Erziehungsversuche einer verzweifelten Kindergärtnerin nicht mehr ertragen konnte. Der momentane äußerste Rand meiner Schmerzgrenze wurde allerdings erreicht als ich dieses Video von Jugendlichen in Australien sah, die dort in aller Seelenruhe einen Rollstuhlfahrer mit Eisenstangen verprügelten.

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Jugendliche-verpruegeln-Rollstuhlfahrer-article769628.html

Mensch, sag mal geht´s eigentlich noch???

Wo ist deine Krone der Schöpfung denn hin? Wo kommen wir denn hin, wenn sogar Gold verrostet und seinen Glanz verliert…

Passend dazu war wirklich das Thema das wir letzten Donnerstag in der Weiterbildung durchgenommen haben – Ethische Fragen. Allerdings in der Medizin, wenn es um Lebensverlängernde Maßnahmen oder Organexplantation bei Gehirntoten geht. Da könnte man auch so manchem Jugendlichen – leider – die Organe entnehmen – allerdings schon vor dem Tod. Doch Spaß beiseite: Ethik scheint eine Frage zu sein, die sich heute schon fast keiner mehr stellen möchte. Unbequem. Altmodisch. Das geht gegen den Strich. Oder auch darauf. Ethisch ist was passt. Das neue Wort dafür scheint eher Toleranz zu sein. Du lässt mich und ich dich, und ich hab auch nichts gesehen. Ich tolerier dich. Hört sich doch gut an, das mit der Toleranz. Leider scheint die Toleranz manchmal schon zu weit gegangen zu sein.

Bei all der Rede vom Menschlichen Gehirn – dessen Intelligenz, Denkvermögen, Größe, Sauerstoffverbrauch, Effizienz und auch dessen Tod; wer redet denn heute schon noch über das Herz? Wo ist die Mitte des Menschlichen Körpers in unserem „Denken“? Man kann fragen wen man will, hinhören wo man will, hinsehen wo man will. Das Herz geht verloren. Bei dem jugendlichen Schützen in der Schule, bei den zwei sadistischen Jungs, bei den australischen Prügelknaben. Aber auch bei dem Polizisten der sich das alles mit ansehen muss, bei der Bäckereifachverkäuferin um die Ecke, beim gehetzten Manager. Und bei Dir. Vielleicht hast Du noch gar nicht drüber nachgedacht. Aber es ist so. Jeden Tag.

Warum sagt Gott nicht, dass er uns ein neues Gehirn geben möchte? Warum bringt der Mensch nicht Gutes oder Böses aus dem Schatz seines Gehirns hervor (Lukas 6:45)? Warum prüft Gott nicht unser Gehirn (1. Chronik 29:17)? Warum hofft nicht unser Gehirn auf Gott (Psalm 28:7)? Warum ist nicht unser Hirn fröhlich oder bekümmert (Sprüche 15:8)? Warum zerbricht nicht unser Gehirn (Psalm 34:18)?
Wir erleben bereits, daß die Liebe auf unserer Welt abnimmt. Sie erkaltet. Jesus hat es damals bereits seinen Jüngern prophezeit. Doch wo ist nun der Sitz wahrer Liebe? Im Gehirn? Im Herz?

Wenn das was uns am meisten mangelt die Liebe ist, echte, reine Liebe, und Gott uns unbedingt aus unserem Zustand heraushelfen will, indem er unser Herz aus Stein wegnimmt und uns ein neues gibt, dann verkümmert diese Frage. Die Antwort steht uns doch schon ins Gesicht geschrieben.
Ein Herz aus Stein. Tot. Kalt. Ohne Gefühle oder Empfindungen.
Ein Herz aus Fleisch. Lebendig. Warm. Voller Gefühle und Empfindungen.

Ich sitze also in meiner Weiterbildung und traue meinen Ohren nicht.
„…das Gehirn ist zwar tot, was man vom Bauchgehirn allerdings noch nicht sagen kann.“ BAUCHGERHIRN??? Das war neu. Erstmal habe ich gar nicht verstanden was das heisst. Bauchgehirn. Ein Gehirn im Bauch, zum Denken? Nein, für Gefühle wäre es eher zuständig. Ich war echt fertig, ein Bauchgehirn.
Der Dozent war allerdings kein Spinner sondern erfahrener Anästhesist und Neurologe mit Spezialgebiet Palliativmedizin – der Kunst todkranken Menschen den Rest ihres Lebens noch etwas angenehmer zu gestalten.
Ich habe ihn in der Pause auf das Bauchgehirn angesprochen und er meinte es wirklich todernst. Es ist wissenschaftlich anerkannt, dass der Mensch eine Art Bauchgehirn hat, das zwar örtlich nicht genau festgelegt werden kann aber dennoch da ist. Das ganze geht sogar soweit, daß Herztransplantierte Patienten mit einer Gefühlswelt konfrontiert werden, die sie vorher nicht kannten. Der Gefühlswelt des Spenders. Das ist echt kein Witz.

Ich bin kein Mediziner und auch kein Wissenschaftler, aber eines wurde mir heute ganz deutlich bewusst: Wenn Gott uns ein neues Herz geben möchte, dann nicht deshalb weil die Menschen damals so dumm waren und nicht wussten dass unser Denken im Kopf stattfindet – und deshalb immer statt Gehirn Herz geschrieben haben. Ganz im Gegenteil scheint mir, daß es eine Wahrheit gibt, die uns „denkenden“ Menschen verborgen bleibt, wenn wir sie nur rational betrachten.
Wenn Gott uns ein neues Herz gibt, dann ist es wie eine Herztransplantation. Er gibt uns nämlich sein Herz. Und damit gibt er uns alles mit was sich darin befindet. Seine Gefühlswelt. Seine Liebe. Seine Treue. Seine Geduld. Seinen Mut. Seine Gerechtigkeit. Sein Alles.

„Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, verständigen Geist.“ Psalm 51:10

BellyBrain – komischer Name…

..mag sich einer vielleicht denken. Denk ich ja sogar selber, aber es passt. Auf den Namen bin ich durch einen Unterricht meiner Weiterbildung gekommen. Aber dazu im nächsten Artikel mehr. Es war eigentlich eher Zufall, dass ich fast zeitgleich innerlich das Bedürfnis bekommen habe einen Blog zu starten. Noch ein Blog mehr. Es gibt eh schon Tausende. Oder noch mehr. Aber um ehrlich zu sein – ist mir egal. Ich glaube einfach dass manche Gedanken es Wert sind geteilt zu werden. Mit jedem der sich dafür interessiert, auch mit Dir. Dabei geht es gar nicht unbedingt um meine eigenen Gedanken. Jeder hat Gedanken, jeden Tag, und vielleicht sogar die Gleichen die ich hier schreibe. Und dennoch werden sie oft nicht ausgesprochen. Geschweige denn niedergeschrieben. Somit starte ich also heute mit schreiben…


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